Den Schwibbogen im Fenster

19. Nov 2010


Ein Schwibbogen bringt weihnachtliche Stimmung ins Haus

Der November neigt sich langsam aber stetig dem Ende zu und der erste Advent steht fast schon vor der Tür. Da ist es langsam an der Zeit, sich Gedanken über die Weihnachtsdekoration zu machen, damit einen auch die eigenen vier Wände in die richtige Stimmung fürs Fest versetzen. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten, um bspw. seine Fenster für Weihnachten zu dekorieren.

Wer es traditionell haben will, stellt sich einen Schwibbogen ins Fenster. Diese Lichtbögen sind fester Bestandteil der erzgebirgischen Volkskunst und schon seit Jahrzehnten in der Vorweihnachtszeit beliebt. Über die Form bzw. ihre Bedeutung gibt es mehrere Theorien. Eine lautet, dass der Bogen einen Stolleneingang symbolisieren soll. Schließlich heißt das Erzgebirge nicht umsonst Erzgebirge, sondern hier wurden in früheren Zeiten Silber und weitere Erze abgebaut. So macht das Ganze natürlich Sinn, zumal die ersten Schwibbögen gar nicht aus dem heute üblichen Holz bestanden, sondern aus Metall gefertigt waren.

Auf der anderen Seite sind und waren die Schwibbögen mit Sonne, Mond und/oder Sternen verziert, so dass davon ausgegangen wird, dass der Himmelsbogen symbolisiert wird. Eine ebenso sinnvolle Argumentation, so dass das Rätsel wohl nicht ganz aufgelöst werden kann. Aber egal welche Theorie Ihnen mehr zusagt, ein original erzgebirgischer Holzschwibbogen verschönert jedes Fenster und ist auch nicht so aufdringlich wie manch andere Lichterketten.

Auch Nussknacker haben eine lange Tradition im Erzgebirge und nähren wiederum die Theorie, dass der Schwibbogen einen Stolleneingang darstellt. Denn die ersten Nussknacker waren in den meisten Fällen als Bergleute gestaltet, wo ansonsten ein Nussknacker doch als Angehörige der oberen Schichten (Nussknackerprinz) dargestellt wurde. Von daher waren die Nussknacker des Erzgebirges zumindest zur damaligen Zeit ungewöhnlich, da sie von der Norm abwichen.

Bild: Romy2004 / pixelio.de

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