Erzgebirge Aue auf dem Weg in die Bundesliga?

4. Nov 2010


Zur Kultur gehört, zumindest bei den meisten Stadtverwaltungen, immer auch der Sport. Und wenn man dann also Kultur und Sport gleichsetzt, ist Aue derzeit hoch kulturell in der 2. Fußball-Bundesliga unterwegs. Vor dem 11. Spieltag steht man sensationell auf dem zweiten Tabellenplatz, drei Punkte hinter Tabellenführer Hertha BSC, die ein ungleich höheres Budget vorweisen können, als der Underdog aus dem Erzgebirge.

Gerechnet hat damit vermutlich keiner, ist die Mannschaft doch gerade erst wieder aus der 3. Liga aufgestiegen, wo man zwei Jahre im „Exil“ verbrachte. Zuvor hatte man sich vier Spielzeiten im Mittelfeld der zweiten Liga gehalten, bevor es 2008 wieder eine Etage tiefer ging. Umso mehr wissen die Spieler und der Trainer den derzeitigen Höhenflug auch zu genießen und einzuschätzen. Erklärtes Ziel ist nach wie vor, dass man die Klasse hält und große Zweifel werden daran auch nicht aufkommen, wenn man jetzt vielleicht das nächste Spiel gegen wieder erstarkte Düsseldorfer verliert bzw. nicht gewinnt.

23 Punkte stehen nämlich auf dem Konto der Mannschaft aus Aue und wenn die Regel ist, dass man mit 40 Punkten nicht absteigt, könnte die Mannschaft bis zur Winterpause ihr Punktekonto fast bis zu dieser magischen Marke aufstocken und so eine entspannte Adventszeit verbringen. Dann schmerzt auch nicht mehr das Aus im DFB-Pokal, als man sich schon in der ersten Runde den Borussen aus Gladbach geschlagen geben musste. Und das, obwohl man sogar zuhause spielte, wo diese Saison ansonsten noch kein Spiel verloren ging und man die vier Partien sogar gewann. Das spricht dafür, dass sich Erzgebirge Aue dort oben festsetzt. Sollte die Mannschaft ihre Heimstärke konservieren können, wird es vielleicht etwas mit dem Überraschungsaufstieg – auch wenn der Weg noch lang ist.

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